Die Hollaback-Bewegung kommt nach Deutschland!
via Slutwalk Berlin:
es ist spät, ich weiß. aber vielleicht könnt ihr dies noch posten und noch weitere menschen nehmen diese idee auf, denn ich denke, gerade in einer großen zahl kann es ein eindruckstarkes bild erzeugen.
ich möchte auf die hohe zahl von betroffenen hinweisen, die unregistriert sind: „dunkelziffern“. ich, ich bin so eine „dunkelziffer“ und ich werde das morgen mit dieser selbstbezeichnung kundtun. ich freue mich, wenn noch weitere aus der masse dadurch herauslugen würden. und sei es als solidarische aktion. danke.
ich werde schwarz tragen und eine sonenbrille brauchen. aber das sei jeder_m selbst überlassen.
danke für die möglichkeit, ich freue mich wahnsinnig deswegen endlich auf die straße gehen zu können!
Liebe Alle, einige Hinweise für die Demo morgen:
- Nachdem es warm werden soll, denkt an ausreichend Wasser und Sonnencreme!
- Wir suchen noch Ordner. Wenn ihr als Ordner mitlaufen wollt, seid bitte um 14.45 Uhr am Goetheplatz. Ihr werdet dann noch gebrieft.
- Kleidungsvorschriften gibt es nicht, kommt wie ihr euch wohlfühlt. Ihr seid herzlich eingeladen, eigene Schilder und Ghettoblaster mitzubringen.
- Seid euch dessen bewusst, das Medien vor Ort sein werden. Wenn euch Aufnahmen unangenehm sind und ihr vorher nicht gefragt wurdet, macht die Fotographen auf euren Unwillen aufmerksam. Falls ihr selbst Fotos macht, bitte respektiert, wenn Menschen nicht fotographiert werden wollen.
In der heutigen Notizbuch Sendung in Bayern 2 noch ein Beitrag zum SlutWalk in München, aufgezeichnet beim Transpi-Malen am Mittwoch.
Ihr Lieben, wir suchen noch ein paar Ordner_innen. Interessierte finden sich bitte schon um 14:45 am Goetheplatz ein und werden dort gebrieft.
Na, bunt! Siehe hier
Slutwalk Berlin war mal wieder sehr fleissig und hat einige Richtlinien für einen friedvollen Umgang während des Slutwalks verfasst, den wir uns gerne anschließen:
Es kann auf dem SlutWalk zu Diskriminierungen und Übergriffen verschiedener Art kommen, sowohl von Außenstehenden, als auch von Teilnehmer_innen des SlutWalks.Wir möchten euch alle auffordern und bitten einzugreifen, wenn ihr grenzüberschreitende/übergriffige Situationen mitbekommt.
(Hetero-)Sexistische, homophobe, transphobe und rassistische Äußerungen und Verhaltensweisen gehören nicht hierher und sollten durch gemeinsames Handeln unterbunden werden!
Das heißt konkret für alle:
☞ Wenn du eine Diskriminierung erlebst und die Situation nicht alleine bewältigen kannst: informiere umstehende teilnehmende Menschen oder die Ordner_innen und fordere sie auf einzugreifen!
☞ Wenn du eine diskriminierende Situation beobachtest: frag nach, ob die betroffene Person Unterstützung braucht!
☞ Lasst Euch nicht auf Diskussionen ein, die nicht zielführend sind. Deeskalation und die Sicherheit betroffener Personen stehen absolut im Vordergrund!
Grundsätzlich gilt:
Wir sind alle dafür verantwortlich, aufeinander aufzupassen und deeskalierend zu handeln, um eine möglichst diskriminierungsfreie Demo zu gestalten.
Es soll nicht primär darum gehen grenzüberschreitende Personen abzustrafen, sondern betroffenen Personen Sicherheit und Schutz zu geben, sodass sie die Demo hoffentlich weiterhin als ihren Raum betrachten können.
Bitte nehmt diesen Aufruf ernst, schließlich richtet sich diese Veranstaltung gegen diskriminierendes Verhalten und sexualisierte Gewalt!
Podiumsdiskussion der Münchner Grünen: „SlutWalk in München – Frauen verursachen keine Vergewaltigungen“
Als Michael Sanguinetti, ein kanadischer Polizist, den Frauen empfahl, sich „nicht wie Schlampen anzuziehen, um nicht zum Opfer“ sexueller Gewalt zu werden, fand am 3. April 2011 der erste SlutWalk in Toronto statt. Seitdem hat sich der SlutWalk über den ganzen Erdball fortgesetzt. Beim SlutWalk gehen Frauen und Männer auf die Straße um sich gegen Vergewaltigungsmythen zu wehren, wie zum Beispiel, dass Opfer aufgrund ihrer Kleidung eine Mitschuld an sexualisierten Übergriffen trügen. Denn bei Vergewaltigungen liegt die Schuld immer nur bei den Tätern und nicht bei den „Opfern“. Die Art der Kleidung spielt dabei keine Rolle, doch auch in unserer Gesellschaft herrscht das gängige Vorurteil, dass Frauen die in kurzem Rock und tiefen Ausschnitt unterwegs sind Belästigungen und Begrapschungen selbst anziehen.
Der Arbeitskreis Frauen der Grünen in München hat sich bei seiner letzten Sitzung lange mit dem Thema und den Vergewaltigungsmythen auseinandergesetzt. Um sich, anlässlich des bevorstehenden SlutWalk in München am 13.8. noch tiefer mit dem Thema auseinanderzusetzen und mehr Aufmerksamkeit für diese Bewegung zu erwirken, wurde eine öffentliche Podiumsdiskussion organisiert.
Neben der Mitorganisatorin des Münchner Slutwalks, Lorena Jaume-Palasi, saßen noch Hanne Güntner von IMMA und der Aktion „Sichere Wies‘n“, Cordula Weidner, Traumafachberaterin beim Frauennotruf und Arved Semerak, Öffentlichkeitsbeauftragter des Weißen Ringes, auf dem Podium; Gislinde Nauy moderierte die Veranstaltung.
Es entwickelte sich eine spannende Diskussion, in der mit den Vergewaltigungsmythen aus den 80er Jahren aufgeräumt wurde. Denn vergewaltigt werden nicht nur Mädchen und Frauen, die aufreizende Kleidung tragen und nachts alleine durch den Park gehen. In den meisten Fällen finden sexuelle Übergriffe innerhalb des sozialen Umfeldes statt, wie Untersuchungen und Statistiken deutlich zeigen. Betroffen machte es alle, dass diese Mythen seit 30 Jahren nicht von der Bildfläche verschwunden sind, sondern immer noch in den Köpfen der Gesellschaft herumspuken.
Auch die Diskussion um die zunehmende Pornofizierung der Gesellschaft und der SlutWalk wurden angesprochen. Ganz klar wurde festgestellt: Sexuelle Gewalt hat nichts mit Sexualität zu tun, sondern es geht dort um eine Machtausübung mit sexuellen Mitteln gegen den Willen einer Person. Deshalb auch die klare Botschaft der SlutWalk-Bewegung: No means no, and yes means yes.
Besonders interessant war es, die Initiativen in München kennenzulernen und die Erfahrung aus der Praxis mitzubekommen. Hanne Güntner hat das Projekt „Sichere Wies’n“ vorgestellt. Bei diesem Projekt geht es darum, den Mädchen und Frauen auf dem Oktoberfest Hilfestellung zu geben und gleichzeitig darauf aufmerksam zu machen, dass ein kurzes Dirndl keine Einladung zu sexualisierter Gewalt ist. Auch der Frauennotruf ist in München sehr aktiv um Mädchen und Frauen zu unterstützen und zu schützen. Cordula Weidner hat uns einen ausführlichen Einblick in ihre tägliche Arbeit gegeben und klar aufgezeigt, dass Gewalt gegen Frauen in allen Alterstufen, Schichten und Situationen ausgeübt wird. Der Weiße Ring kümmert sich ebenfalls um Betroffene und unterstützt vor Gericht, wie Herr Semerak uns aus seiner beruflichen Tätigkeit beider Polizei zu berichten wusste.
Lorena Jaume-Palasi berichtete von der weltweiten SlutWalk-Bewegung und den Vorbereitungen für den Münchner SlutWalk. Sie rief dazu auf am Samstag, 13.8. mit auf die Straße zu gehen und ein Signal zu senden. Der SlutWalk beginnt um 15.00 Uhr am Goetheplatz, nach der Demonstration gibt es noch ein Rahmenprogramm mit Musik. Alle sind herzlich eingeladen, gegen die Schuldzuweisung von Opfern von Vergewaltigungen und anderen sexualisierten Übergriffen auf die Straße zu gehen. Alle Geschlechter und Kleidungsstile sind willkommen.
Gislinde Nauy und Katharina Schulze
Konzert und Party nach dem SlutWalk am 13.8.: QUEEN BABA spielen ab 20 Uhr im KUBU, Glockenbach 14.
Damit der Slutwalk München reibungslos ablaufen kann, brauchen wir Eure Hilfe. Wie Ihr Euch beteiligen könnt, erfahrt Ihr hier

